Montag, 19. Februar 2018

Rezension - Die ferne Hoffnung - Die Hansen-Saga


Autorin: Ellin Carsta

Titel: Die ferne Hoffnung

Genre: Histotisch

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 20. Februar 2018

Seiten: 361

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Tinte & Feder




Ellin Carsta ist das Pseudonym der deutschen Autorin Petra Mattfeldt, die zusammen mit ihrem Mann und ihren drei Kindern in der Nähe von Bremen lebt. Alle Fans ihrer Bestsellerreihe um die »heimliche Heilerin« können sich mit der Veröffentlichung der »Hansen-Saga« über neuen Lesestoff freuen.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Hamburg 1888: Als der Familienpatriarch Peter Hansen aus dem Leben scheidet, bleiben seine Söhne Robert, Karl und Georg mit einer großen Aufgabe zurück: Wie können sie in diesen turbulenten Zeiten den Fortbestand des hoch verschuldeten Familienunternehmens und die gesellschaftliche Stellung der Hansens sichern? Eine Plantage im fernen Kamerun bietet die einmalige Chance, die stark wachsende Nachfrage nach Kakao zu bedienen. Was von einem Teil der Familie als großes Abenteuer gesehen wird, ist für die anderen schon in der Vorstellung ein Albtraum. Robert macht sich mit seiner Familie auf den Weg in das Land am Golf von Guinea. Seine Frau Elisabeth kehrt Hamburg nur sehr widerwillig den Rücken, und das Verhältnis zwischen den Eheleuten wird zusehends angespannt. Luise hingegen, ihre jüngste Tochter, findet das Leben auf der Plantage sehr aufregend. Nicht zuletzt, weil mit Hamza, dem Sohn des Vorarbeiters, zum ersten Mal ein Mann in ihr Leben tritt, für den sie starke Gefühle entwickelt …


Meine Meinung:
Als Fan der Autorin und ihrer Bücher war es für mich klar, dass ich auch dieses Buch lesen wollte.
So fand ich mich dann im Jahr 1888 in Hamburg wieder. Dort startete die Geschichte der Familie Hansen. Und ich kann es gleich vorweg erwähnen, in der Familie ist allerhand los, denn den Mitgliedern hat Ellin Carsta sehr verschiedene und interessante Charaktere zugeordnet.
Durch den Tod des Patriarchen muss sich einiges für die Familie ändern, wenn sie nicht pleite gehen wollen. So kommt es, dass die drei Brüder an drei verschiedenen Orten den Geschäften nachgehen.
Georg bleibt in Hamburg, Karl geht nach Wien und Robert nach Kamerun.
Im Wechsel befinde ich mich immer an einem anderen Ort und kann so alle Geschehnisse rund um die jeweilige Familie verfolgen. Wobei  ich es am aufregendsten in Kamerun fand und auch Luise, die Tochter von Robert in mein Leserherz geschlossen hatte, wohin nicht jeder seinen Weg gefunden hat.
Es war sehr fesselnd zu lesen, was in jeder Familie passierte. Nicht alles fand ich gut, aber es musste wohl so sein, damit das Schicksal seinen Lauf nehmen konnte. Auf jeden Fall hatte ich mal wieder ein Buch in der Hand, das ich schwer zur Seite legen konnte und im Grunde möchte ich jetzt auch am liebsten so schnell wie möglich weiterlesen.

Das Cover gefällt mir sehr gut und ich finde es schon interessant, welche Strapazen die Menschen damals auf sich nehmen mussten, um in ein weit entferntes Land zu reisen. Die Autorin hat alles sehr gut recherchiert und gleichzeitig mein Wissen über Kakao erweitert.

Fazit:
Ein toller Start der Hansen-Saga, ein Buch, das ich gerne weiterempfehle und gleichzeitig auf das nächste warte. 😉

Ich möchte mich vielmals beim Verlag und NetGalley für das Rezensionsexemplar bedanken, das ich vorab lesen  und somit frühzeitig meine Rezension veröffentlichen konnte.

Rezension - Die Diamanten von Nizza


Autor: Peter Mayle

Titel: Die Diamanten von Nizza

Genre: Krimi

Version: eBook, gebunden und Taschenbuch

erschienen: 8. August 2016

Seiten: 304

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Karl Blessing Verlag





Peter Mayle (* 14. Juni 1939 in Brighton, East Sussex; † 18. Januar 2018) war ein britischer Schriftsteller.

von der Seite Wikipedia habe ich folgende Informationen zu dem Autor:
Nach Anfängen als Kellner und Busfahrer war Peter Mayle in der Werbebranche tätig. Ab den 1970er-Jahren begann er zu schreiben, zuerst Erziehungs- bzw. Aufklärungsbücher. 1985 gab er seine Erwerbstätigkeit auf und zog 1987 in die Provence, wo er ein altes Bauernhaus renovierte und begann, Bücher über eigene Erlebnisse vor Ort, aber auch das Leben, die Kultur und die Mentalität Südfrankreichs zu schreiben. Einen besonderen Schwerpunkt nimmt die Beschreibung der südfranzösischen Küche ein. Seine Werke wurden in 17 Sprachen übersetzt, viele wurden große Erfolge. Durch seine Bücher Mein Jahr in der Provence und Toujours Provence wurde seine Popularität so groß, dass er 1997 nach Long Island in den USA „flüchtete“. Er hatte in seinen Büchern die Lage seines Hauses in Ménerbes beschrieben, das dadurch zu einem Ausflugsziel für Touristen wurde, sodass er sich vor aufdringlichen Besuchern nicht mehr retten konnte. Nach kurzer Zeit in den USA zog es ihn aber nach Südfrankreich zurück, um wieder dort zu leben; die Adresse seines Wohnsitzes in Lourmarin gab er jedoch nicht mehr preis.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Die größte Gaunerei, seit es Diamanten gibt.
Mit einer Nudelfirma sind sie reich geworden, der bärbeißige Signor Castellaci und seine gutmütig-matronenhafte Frau. Doch ihre feinen Klunker sind sie los. In dem Wandsafe hinter dem unvermeidlichen Ölgemälde waren sie vielleicht eine Spur zu klassisch aufbewahrt. Fußspuren, Fingerabdrücke: Fehlanzeige. Das Hauspersonal, vom Koch bis zum Dienstmädchen, ist mit betonfesten Alibis gewappnet. Klar, dass der Verdacht bald auf die Eigentümer selbst, auf die Castellacis fällt, die jetzt an die Versicherung eine Schadensersatzforderung in Millionenhöhe stellen. Die Versicherung schickt die bewährte Mitarbeiterin Elena Morales los, sich den Tycoon und seine Frau genauer anzusehen – mit überschaubarem Erfolg. Die beiden haben immer pünktlich bezahlt, und außer schlechten Manieren ist ihnen nichts nachzuweisen.
Endlich kommt auch Elenas Freund, Sam Levitt, der gerade einem Freund beim illegalen Zigarrenhandel geholfen hat, nach Frankreich. Sein Sportsgeist und eine überraschende moralische, zivilrechtliche Aufwallung machen es ihm unmöglich, sich mit der Provokation eines perfekten Verbrechens abzufinden. Anstelle der bereits in sanften Dienstschlaf gesunkenen Polizei führt Sam die Ermittlungen mit Feuereifer fort. Schon bald entdeckt er eine ganz neue Spur – die obendrein einen gewissen Charmefaktor aufweist.


Meine Meinung:
Von Peter Mayle habe ich im Laufe der Jahre einige Bücher gelesen, die mich immer gut unterhalten haben. Deshalb wollte ich auch gerne dieses Buch lesen. Kurz nachdem ich es erhalten hatte, kam die Nachricht, dass er leider verstorben ist und so war es dann für mich ein ganz besonderes Buch, was ich in den Händen hielt.
Ein letztes Mal hat der Autor mich nun nach Südfrankreich entführt und die wunderschöne Landschaft beschrieben. Die beiden Protagonisten Elena und Sam, die sich eigentlich um die Aufklärung des Diebstahls kümmern sollten, hatten reichlich privates zu erledigen. Denn sie hatten dort ein Haus gekauft und wollten nach der Renovierung dort einziehen. Manches Mal hatte ich dann auch das Gefühl, dass der Krimi eher eine Nebensache ist und ich mehr über das genussvolle Essen und Trinken sowie den Umbauarbeiten erfahre.
Trotzdem fühlte ich mich gut unterhalten, denn ich hatte für mich beschlossen, dass ich das Buch als Beschreibung mit spannendem Hintergrund einordnen würde.

Fazit:
Mit diesem Buch endet die Serie  mit Elena und Sam, denn die beiden hatten beschlossen, sich jetzt auch zur Ruhe zu setzen, also passte alles und es blieben keine Fragen mehr offen.  Wer leichte Krimilektüre mit Frankreichfeeling sucht, wird hieran bestimmt Gefallen finden. Das Buch ist ansich abgeschlossen, aber es schadet nicht, wenn die anderen vorab gelesen werden.

Bei dem Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken

Rezension - Die Oleanderfrauen


Autorin: Teresa Simon

Titel: Die Oleanderfrauen

Genre: Roman, Historisch

Version: eBook, Taschenbuch, Hörbuch

erschienen: 9. Januar 2018

Seiten: 545

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Heyne Verlag




Teresa Simon ist das Pseudonym einer bekannten deutschen Autorin. Sie reist gerne (auch in die Vergangenheit), ist neugierig auf ungewöhnliche Schicksale, hat ein Faible für Katzen, bewundert alles, was grünt und blüht, und lässt sich immer wieder von stimmungsvollen historischen Schauplätzen inspirieren.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Hamburg 1936. Die junge Sophie Terhoven, Tochter eines einflussreichen Kaffeebarons, genießt ihr komfortables Leben. Hannes Kröger, der Sohn der Köchin, ist ihr von Kindheit an Freund und Vertrauter. Irgendwann verändern sich ihre Gefühle füreinander, und plötzlich wird ihnen klar, dass sie sich ineinander verliebt haben. Doch Reich und Arm gehören nicht zusammen, und ein dunkles Geheimnis ihrer Eltern, von dem sie bisher nichts wussten, scheint ihre Liebe unmöglich zu machen.


Meine Meinung:
Von Teresa Simon habe ich bereits zwei Bücher gelesen, die mir gefallen haben und deshalb musste ich nicht lange überlegen, ob ich ihr drittes Buch auch lesen wollte.

Johanna findet beim Aufräumen des Speichers Tagebücher und ein Medaillon, neugierig geworden wollte sie natürlich wissen, welche Ereignisse die Tagebücher offenbaren.
Jule hat in Hamburg ein kleines gemütliches Café und schreibt nebenher Familiengeschichten auf.
Die beiden Frauen treffen sich und lesen in den Tagebüchern. Ihnen geht es dabei, wie mir, wir alle können nicht aufhören und wollen unbedingt wissen, was Sophie alles erlebt hat.

In dem Buch gibt es somit zwei Zeitebenen, ich erfahre, was Johanna und Jule in der Gegenwart erleben und kann nachlesen, wie es Sophie ab 1936 erging. Eine aufregende Zeit, die sehr viele Schicksale beeinflusst hat.
Aber die Autorin lässt mich nicht nur teilhaben an dem Leben der drei Frauen, sie vermittelt mir auch sehr viel Wissen über Kaffee, was ich ausgesprochen interessant fand.

Mit ihrem flüssigen Schreibstil hat Teresa Simon mich an das Buch gefesselt und ich habe es geschafft, das "dicke" Buch zügig durchzulesen, zumal ich ja wirklich sehr neugierig war. Die Entwicklung hat mich überrascht und das Ende gut gefallen. Allerdings hatte ich zwischendurch schon mal den einen oder anderen Verdacht, wie sich etwas entwickeln könnte und so kam es dann auch. Aber meinem Lesevergnügen hat es nicht geschadet.
Ich muss allerdings gestehen, dass ich anfangs etwas Probleme hatte, in die Geschichte rein zukommen, für mich war der Start etwas verwirrend.  Aber das änderte sich natürlich schnell, nachdem ich die ersten Kapitel gelesen hatte.

Das Buchcover gefällt mir sehr gut und hätte mit Sicherheit auch dafür gesorgt, dass ich mich näher für das Buch interessiert hätte, wenn ich nicht die Absicht gehabt hätte, es sowieso zu lesen.


Fazit:
Eine fesselnde und auch bewegende Familiengeschichte habe ich in diesem Buch gefunden, aber ich konnte auch mein Wissen über Kaffee erweitern und hatte ab und zu auch den Geruch von Kaffee in der Nase. Auf jeden Fall gebe ich gerne eine Leseempfehlung.

Bei dem Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Autoreninterview - Brigitte Teufl-Heimhilcher

Brigitte Teufl-Heimhilcher liest aus 
ihren Büchern 



Liebe Brigitte,
  
ich freue mich, dass Du bereit bist, meine Fragen zu beantworten. Bevor ich mir Fragen für das Interview überlege, sehe ich immer nach, wann ich wo Kontakt zur Autorin aufgenommen habe. Ich habe im August 2013 ein Buch von Dir gelesen und danach Dich angeschrieben. Es folgte eine sehr lange und interessante Diskussion über unsere eigentlich gemeinsame Sprache.

Im August 2016 waren mein Mann und ich während unseres Österreichurlaubs im Burgenland und dort haben wir uns getroffen.  Ich fand es ganz toll, dass Du mit Deinem Mann uns dort besucht hast und wir einen sehr schönen Abend verbracht haben. Leider fiel mir erst sehr spät ein, dass ich gerne ein Foto von uns beiden hätte. So entstand zu später Stunde dieses





Aber nun genug der Vorrede, ich starte jetzt mit meinen Fragen:

Wenn ich das richtig recherchiert habe, dann hast Du als erstes Bücher über Allergien mit Ratschlägen und Rezepten geschrieben.  Wie bist Du auf die Idee gekommen, denn die meisten versuchen mit einer Allergie klar zu kommen und schreiben kein Buch darüber?

Einerseits bin ich halt ein kommunikativer Mensch und mit dem Thema Allergien immer sehr offensiv umgegangen, andererseits hatte ich das Glück auf eine sehr hilfreiche Therapie zu stoßen, die anfangs für mich aber „seltsam“ anmutete. Also begann ich, eine Art Tagebuch zu schreiben. Selbstverständlich habe ich auch meiner Therapeutin davon erzählt, sie fand mein Tagebuch recht unterhaltsam – daraus entstand dann die Idee, gemeinsam ein Buch zu schreiben, um die Sicht der Therapeutin ebenso zu vermitteln wie jene der Therapierten. Ich verdanke dieser Methode übrigens sehr, sehr viel!


Inzwischen bist Du nicht mehr als Immobilien-Fachfrau tätig, sondern konzentrierst Dich ganz und gar auf Deine Autorentätigkeit. Ich würde gerne wissen, wie es damals dazu gekommen ist, dass Du Autorin von heiteren Gesellschaftsromanen wurdest.

Wie fast alle Autorinnen kann ich darauf antworten: Ich habe schon immer gerne geschrieben. Diese Antwort ist zwar wenig originell, aber wahr. Als Schülerin waren Deutsch-Schularbeiten für mich eine erholsame Freistunde, als Hausverwalterin habe ich Protokolle ebenso gerne verfasst wie seitenlange Stellungnahmen an uneinsichtige Hausvertrauensleute.
Dazu kam, dass ich mich als Immobilien-Fachfrau immer wieder darüber geärgert habe, dass Vertreter meines Berufsstandes, so sie in einem Roman vorkamen, entweder als Betrüger, oder zumindest als gierige Schädlinge dargestellt wurden. Also habe ich beschlossen, einen Roman über eine patente Hausverwalterin zu schreiben. So entstand beispielsweise mein Roman „Humor und Hausverstand erwünscht“. Auch in meinem neuen Roman wird ein Hausverwalter eine entscheidende Rolle spielen. Mittlerweile habe ich allerdings auch schon über Selfpublisher und Buchhändler geschrieben.



Du schreibst Geschichten, die aus dem Leben gegriffen wurden, humorvoll und doch auch mit ernsthaftem Hintergrund. Hast Du Dir mal Gedanken gemacht, in einem anderen Genre zu schreiben, wie zum Beispiel ein historisches Buch oder einen Krimi?

Die historischen Romane überlasse ich lieber den Historikern, um es ordentlich zu machen, braucht man dazu ein fundiertes Wissen um die Lebensumstände dieser Zeit.
Soft-Krimis könnten mich schon interessieren. Da du alle meine Bücher kennst weißt du vielleicht noch, dass in einigen (Liebe, Macht und rote Rosen, aber auch Der liebe Gott und sein teuflisches Bodenpersonal) Krimikomponenten enthalten sind. Allerdings bin ich beim Schreiben nicht der große Plotter, ich lasse mich von meinen Personen gerne treiben – das könnte beim Krimi schwierig werden.


Hast Du als Kind gerne Bücher gelesen und wenn ja, an welche erinnerst Du Dich?

O ja, ich habe mir zu allen Festen Bücher gewünscht und war Stammgast in der städtischen Bücherei. Besonders in Erinnerung geblieben sind mir „Das doppelte Lottchen“, „Die Hochreiter-Kinder“ und „Meine Freundin Rosine“.


Wenn Du in die Vergangenheit reisen könntest, welchen Autor möchtest Du dann mal treffen und weshalb?

Erich Kästner, Georgette Heyer und Utta Danella – einfach, weil sie zu meinen Lieblingsautoren gehören.


Gibt es ein Buch, das Du unbedingt mal lesen möchtest, es aber bisher noch nie geschafft hast?

Abgesehen von einem riesigen (teils virtuellen) Stapel ungelesener Bücher, sind es bei mir eher die Sachbücher, die liegen bleiben, obwohl ich sie im Grunde lesen möchte. Ach, hätte der Tag nur 36 Stunden 😉


Hast Du überhaupt Zeit Bücher Deiner Kolleginnen und Kollegen zu lesen?

Die Zeit nehme ich mir, teils auch als Testleserin.


Wie lange schreibst Du an einem Buch?

Mit allem Drumherum cirka ein halbes Jahr (bei einem Seitenumfang von etwa 200 Seiten), wobei die reine Schreibzeit maximal die Hälfte der Zeit ausmacht. Der Rest ist Überarbeitung, warten auf Testleser, Überarbeitung, warten auf Lektorat, Überarbeitung …


Wie sieht Dein Autorenalltag aus?

Ich erledige vormittags das „Drumherum“, der Nachmittag gehört dem Schreiben.


Gibst Du Deinem Mann Deine Bücher vor Veröffentlichung zu lesen?

O ja, er ist einer meiner Testleser.


Ich habe mitbekommen, dass Du vor Publikum aus Deinen Büchern vorliest. Danach hast Du Dich sicher mit den Zuhörern unterhalten. Hast Du sonst noch Kontakt zu Deinen Lesern, bist Du damit zufrieden oder möchtest Du da noch etwas ausbauen?

Der direkteste Austausch mit den Leserinnen – der Bekanntenkreis einmal ausgenommen – besteht eigentlich über Leserunden und Social Media Portale (vornehmlich Facebook)



Ich weiß, dass Du gerne zum Golf spielen gehst, ist das Dein Ausgleich vom Schreibtisch? Und hast Du sonst noch Vorlieben oder Hobbies?

Da ich ein kommunikativer Mensch bin, lade ich gerne Gäste ein und koche auch sehr gerne



Was fällt Dir zu folgenden Namen und Titeln ein?


 Christine Nöstlinger – eine bemerkenswerte Frau, die amüsante Kinderbücher schreibt

Alexandre Dumas – Der Graf von Monte Christo (nicht so meine Welt)

Die Leiden des jungen Werther – Johann Wolfgang Goethe, mit diesem Werk gelang ihm der Durchbruch



Bis jetzt habe ich immer nur gefragt, was ich gerne wissen wollte, gibt es etwas, was Du uns Lesern gerne mal mitteilen wolltest?

Liebe LeserInnen, da das Schreiben bekanntlich ein einsames Geschäft ist, freue ich mich ganz besonders darüber, eure Meinung zu meinen Büchern kennen zu lernen.
Nehmt euch also ein Beispiel an der lieben Ulla und hinterlasst mir eine kurze Notiz auf meiner Website oder – noch besser! -  ihr unterstützt mich mit  einer Rezension, die ihr in jedem euch beliebigen Shop (Amazon, Thalia, …) einstellen könnt. Das wär‘ super!



Liebe Brigitte, ich bedanke mich vielmals für das Interview und freue mich, dass Du Dir Zeit dafür genommen hast.
  

Sehr, sehr gerne!



Hinweise von mir

Gerne möchte ich auf die Seite von Brigitte Teufl-Heimhilcher hinweisen, dort könnt Ihr Euch noch mehr informieren und auch gerne den Newsletter abonnieren: klick hier

Außerdem zeige ich in meinen Beiträgen gerne die Cover der bereits erschienenen Bücher, da die Anzahl hier aber den Rahmen sprengen würde, stelle ich den Link zur Amazon-Autorenseite ein:

Mittwoch, 14. Februar 2018

Rezension - Auf Sendung mit Mr. Right - Portobello Girls


Autorin: Martina Gercke

Titel: Auf Sendung mit Mr. Right

Genre: Frauenroman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 12. Februar 2018

Seiten: 318

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Independently published





Die Autorin Martina Gercke lebt mit ihrem Mann und den zwei erwachsenen Kindern in ihrer Lieblingsstadt Hamburg. Ihre Leidenschaft für das Schreiben hat sie erst relativ spät entdeckt. Nachdem Frau Gercke einmal angefangen hatte, wurde das Schreiben schnell zur großen Leidenschaft. Ihre Liebe zum Happy End hat Frau Gercke dazu bewogen heitere Liebesromane zu schreiben. Ihre Bücher sollen wie ein guter Kinofilm vor den Augen des Lesers ablaufen. Man soll lachen, weinen und schmunzeln können und das Buch mit einem guten Gefühl im Bauch lesen. In ihre Romane fließen alltägliche Geschehnisse,witzige Erlebnisse aus ihrem Freundeskreis und eigene Erfahrungen. Die Inspiration für ihre Geschichten ist jedoch das Leben selbst mit all seinen Höhen und Tiefen.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Olive Belford hat einen Traumjob als Radiomoderatorin und die besten Freundinnen der Welt. Nur mit dem richtigen Mann will es nicht klappen. Während sie in ihrer Radiosendung anderen Beziehungstipps gibt, ist ihr eigenes Liebesleben eine Katastrophe. Zum Glück haben ihre Freundinnen einen Plan und entführen sie an ihrem fünfunddreißigsten Geburtstag kurzerhand in einen Stripclub! Als Olive von dem sexy Stripper Liam auf die Bühne geholt wird, knistert es gewaltig. Für die gradlinige Olive steht fest: Ein Stripper als Mann – unmöglich! Sie lässt ihn kalt abblitzen. Doch Liam lässt nicht locker, und als er in Olives Live-Sendung anruft, ist das Chaos perfekt.


Meine Meinung:
Als großer London-Fan mag ich natürlich auch die Portobello Road und deshalb versuche ich immer mal einen kurzen Abstecher dorthin zu machen, wenn ich in der Stadt bin. Aber leider ist es doch ziemlich weit und deshalb freue ich mich, wenn ich etwas über die Portobello Girls lesen und mich mit ihnen auf dem Dachgarten aufhalten kann.

Diesmal stand Olive im Vordergrund, die es mir nicht leicht gemacht hat. Mal war ich mit ihr einer Meinung und dann musste ich wieder mit ihr schimpfen, weil sie sich so anstellte. Und sofort merkt nun jeder, dass ich schnell wieder im Thema und auch vor Ort war. Die Personen sind so gut beschrieben, dass ich richtig eintauche und an allem teilnehme.
Ich möchte jetzt nicht weiter auf den Inhalt des Buches eingehen, obwohl ich einige Stellen erwähnen könnte, die etwas bei mir ausgelöst haben. Es gab sogar eine Stelle, da hatte ich vor Rührung Tränen in den Augen. Aber ich verrate nichts.
Auf jeden Fall hat mich Martina Gercke auch mit diesem Buch begeistern können und dafür gesorgt, dass ich es zügig gelesen habe, schließlich wollte ich doch wissen, wie sich alles entwickeln würde und welche Folgen die besondere Geburtstagsparty nach sich zieht.
Das Buchcover passt hervorragend zum Inhalt, denn Olive arbeitet ja als Radiomoderatorin und gleichzeitig erkennt man die Zugehörigkeit zu den anderen Portobello-Girl-Büchern. Übrigens, kann jedes für sich alleine gelesen werden, weil es abgeschlossene Geschichten sind, aber ich finde es doch schöner, alle in der entsprechenden Reihenfolge zu lesen.


Fazit:
Ein weiteres Buch aus der Feder von Martina Gercke, gewohnt locker, humorvoll und nachdenklich machend. Mir hat es gefallen und ich freue mich schon auf das nächste Buch.

Ich durfte das Buch vorab lesen, wenn dies nicht der Fall gewesen wäre, hätte ich es auf jeden Fall mit KU gelesen.

Dienstag, 13. Februar 2018

Rezension - Die alten Damen und das Meer


Autorin: Katia Bernardi

Titel: Die alten Damen und das Meer

Genre: Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 18. Dezember 2017

Seiten: 272

Altersempfehlung: Erwachsene


Verlag: Goldmann Verlag



Die Autorin Katia Bernardi, in Trento geboren, hat in Bologna an der Filmhochschule studiert und arbeitet als Autorin und Regisseurin von Dokumentarfilmen. Realität und Traum, Wirklichkeit und Fantasie verbindet Katia mit Hilfe einer magischen Mütze, die ihr die Fähigkeit verleiht, kleine unbeachtete Träume Wirklichkeit werden zu lassen. Aus dem Trentino wäre sie auch gerne ans Meer gezogen, doch Katia Bernardi kam nur bis Turin, wo sie heute mit ihrer Familie lebt.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Einmal das Meer sehen, bevor es zu spät ist - ein Traum wird wahr! Auf abenteuerlichen Umwegen ... Sie träumen vom Meer, raus aus dem eintönigen Alltag der rauen Berglandschaft! Viele der resoluten Omis aus dem Seniorenclub eines kleinen italienischen Bergdorfes kennen das Meer nur aus dem Fernsehen oder von ausgeblichenen Postkarten. Was für jede Einzelne unmöglich erscheint, packen sie kurzerhand gemeinsam an. Beherzt stürzen sich die alten Damen ins Abenteuer. Doch in der Vereinskasse ist Ebbe und der Verkauf von Handgesticktem und Selbstgebackenem auf dem Kirchweihfest entpuppt sich nicht gerade als Goldgrube. Ein ungewöhnlicher Plan sorgt schließlich für Widerstand im Dorf, auch der Pfarrer zögert mit seinem Segen. Doch die strenggläubigen lustigen Witwen posieren selbstbewusst als Kalender-Girls. Hey, was die Feuerwehr kann, können sie schon lange! Beharrlich und unbeirrt verfolgen die alten Damen ihr Ziel: Sie wollen endlich einmal ans Meer.


Meine Meinung:
Hier hat mich mal wieder das Cover neugierig auf das Buch gemacht. Schließlich ist es doch etwas ungewöhnlich ein Bild mit älteren Damen als Buchcover zu nehmen. Und genauso ungewöhnlich war dann auch die Geschichte, die sich dahinter versteckte. Eine wahre Geschichte, wohlgemerkt. Katia Bernadi hatte von dem Vorhaben erfahren und festgehalten, wie die Idee entstand und dann umgesetzt wurde.
Ein Jahr hat es gedauert, bis einige der Damen dann endlich ans Meer fahren konnte. Ich will hier nicht auf Einzelheiten eingehen, aber es war schon sehr interessant. Es zeigte, dass einige dann doch Angst vor der eigenen Courage bekamen. Andere sich gegen dem Gerede im Dorf durchsetzten und zeigten, dass man auch im Alter noch Träume haben und sich erfüllen kann.
Mir hat es sehr viel Freude gemacht, die Damen kennen zu lernen und sie zu begleiten. Ganz toll fand ich auch, dass ich Bilder von ihrer Reise sehen konnte.


Fazit:
Das war jetzt mal ein etwas anderes Buch mit einer wahren Geschichte, die den Leser zum Nachdenken anregen kann. Auf jeden Fall ist dieses Buch lesenswert, zumal die Damen auch einen gewissen Bekanntheitsgrad erreicht haben. Lasst Euch einfach überraschen.

Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Rezension - Ausgeweidet


Autorin: Brigitte Lamberts
Autorin: Annette Reiter

Titel: Ausgeweidet

Genre: Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 6. Februar 2014

Seiten: 200

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: edition oberkassel



Über die Autorinnen:
Brigitte Lamberts, geboren 1960 in Düsseldorf, lebt seit zwanzig Jahren wieder in ihrer Heimatstadt. Sie ist promovierte Kunsthistorikerin, PR-Beraterin und Journalistin. Nach Stationen in Museen, PR-Agenturen und Verlagen hat sie sich im Bereich Corporate Publishing selbstständig gemacht. Ihren Debütroman, den Düsseldorfer Krimi "Ausgeweidet", verfasste sie zusammen mit ihrer Co-Autorin Annette Reiter.
Annette Reiter, geboren 1961 in Würzburg, lebt in Düsseldorf. Nach ihrer Schauspielausbildung und dem Gesangsstudium an der Robert-Schumann-Hochschule war sie als Oratorien- und Konzertsängerin tätig. Seit einigen Jahren unterrichtet sie Gesang und Sprecherziehung. Ihren Debütroman, den Düsseldorfer Krimi "Ausgeweidet", verfasste sie zusammen mit ihrer Co-Autorin Brigitte Lamberts. Beide Autorinnen sind begeisterte Krimileserinnen.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Hauptkommissar Clemens von Bühlow wird in den Grafenberger Wald gerufen, dort liegt ein Jogger, erschossen und ausgeweidet. Spuren des Täters sind aufgrund eines Unwetters kaum auszumachen. Der Tote kann schnell identifiziert werden. Angeklagt, seine behinderte Tochter sexuell missbraucht zu haben, wurde er gerade vom Düsseldorfer Landgericht freigesprochen. Von Bühlow und sein Team ermitteln unter Hochdruck im Umfeld des Opfers.
Senta Hartmann, die Ex-Frau des Toten und Mutter des missbrauchten Kindes, ist Sängerin und gibt regelmäßig Liederabende im Petit Salon. Hier trifft der Hauptkommissar auf Freunde und Bekannte Senta Hartmanns, die wütend sind über den Freispruch und geschlossen hinter der Sängerin stehen. Nur wenige von ihnen haben ein überzeugendes Alibi.
Obwohl Clemens von Bühlow, seines Zeichens Fallanalytiker, ein überzeugendes Täterprofil erarbeitet, lässt sich damit nur der Kreis der Verdächtigen eingrenzen.


Meine Meinung:
Gerne lese ich Regionalkrimis und noch lieber solche, deren Handlung in meinem Wohnort spielt. Leider wurde ich erst jetzt auf die Krimi der Autorin aufmerksam, aber es steht ja nirgends geschrieben, dass ich nur gerade neu erschienene lesen sollte. Zumal ich jetzt den Vorteil habe, einige Bücher hintereinander ohne große Wartezeit lesen zu können.

Clemens von Bühlow und Maria Esser, die beiden Ermittler sind mir sehr sympathisch, aber auch alle anderen, zumal sie sich so verhalten, wie man es aus anderen Krimis kennt oder wie ich es persönlich gerne lese.
Sehr geschickt wurde der Krimi geschrieben, mir wurden einige Verdächtige präsentiert und ich selber hatte immer wieder einen Verdacht. Schon beim Prolog kam ich ins Grübeln.
Auf jeden Fall war ich von Anfang bis Ende ans Buch gefesselt, das ich dann auch sehr zügig durch gelesen habe.


Fazit:
Ein Regionalkrimi, wie er mir immer wieder gefällt. Der Buchtitel lässt keine Frage offen und wer jetzt sehr zart besaitet ist oder sich alles zu bildlich vorstellt, kann das Buch trotzdem lesen. Es klappt, das konnte ich jetzt beweisen.

Das Buch habe ich mit KU gelesen.